Wesens- & Leistungsmerkmale

Der Kangal, ein Hund für Menschen die den Eigensinn mögen.

Der Kangal gehört zu den Herdenschutzhunden (auch Hirtenhunde genannt) und seine richtige Rassebezeichnung lautet Anatolischer Hirtenhund.
(Nähere Infos zu der Rassebezeichnung auf der Seite >Der Kangal<)

Der Kangal besitzt eine sehr hohe emotionale Intelligenz, eine außergewöhnliche emotionale und soziale Kompetenz. Dies zeigt sich in seinem feinen Einfühlungsvermögen in den sozialen Verbund  (Familie) von Mensch und Tier. Ruhig, gelassen und unaufdringlich  bewegt er sich in seinem Rudel / seiner Familie. Reagiert auf kleinste emotionale Schwankungen und passt sich den sozialen Zusammenhängen bestens an.

Aber auch seine soziale Arbeit als Schutzhund erfüllt er mit Bravour. Allem Fremden gegenüber ist er misstrauisch und skeptisch. Verspürt er Angst oder Unsicherheit in seinem Rudel, seiner Familie oder erkennt er eine Bedrohung, reagiert er sofort als Beschützer ohne dabei ein “Draufgänger“ zu sein. Er handelt niemals unverhältnismäßig. Sein unglaubliches Gedächtnis, in dem einmal gemachte Erfahrungen für immer gespeichert bleiben, kommt ihm dabei  ebenso zu Gute wie seine gute Beobachtungsgabe.

Seine sehr guten Gesichtssinne (Nase, Augen, Ohren) ruhen niemals und sind immer im Dienste der Schutzarbeit. Auch wenn er scheinbar schläft oder döst bleibt er wachsam und aufmerksam. Meldet z.B. die Nase “Gefahr in Verzug“, dann wird mit den Augen das gesamte Umfeld sondiert bis die Gefahr entdeckt wird. Sein taktisches Vorgehen kommt nun zum tragen. Die Augen lassen nicht mehr von dieser Gefahr ab und sein Einsatz als Schutzhund wird zunächst taktisch kalkuliert. Kommt die Gefahr bedrohlich nahe, dann reagiert der Kangal blitzartig und wird alles daran setzen den “Eindringling“ zu vertreiben. Eine körperliche Auseinandersetzung scheut er dabei nicht, aber nur dann, wenn es nötig sein sollte. Ein “Draufgänger“ soll er ja nicht sein.

In solch einer Schutzarbeit arbeitet der Kangal höchst eigenständig und gerne sagt man ihm deswegen Dickköpfigkeit nach. Der Kangal hat nun mal seinen “Eigensinn“ da er, wie alle Hunderassen die zu den Herdenschutzhunden gehören, seine Entscheidungen eigenständig treffen muss.
Er ist kein “Soldat“, wie ein Deutscher Schäferhund, er ist ein eigenständiger Wächter und Freund der niemals seine Familie vergisst.

Die Hirten in der Türkei haben es in etwa so ausgedrückt:
“Der Kangal verteidigt nicht sich sondern immer seine Familie.“

 

Die, für mich schönsten Seiten des Kangal.

  • Ganz oben steht das soziale, friedfertige Einfühlungsvermögen in andere Lebensformen. Man kann es nur erleben. Ein kleines Beispiel dafür: Wenn ein Rüde neben dem, aus dem Nest gefallen Amselküken, nach langer Suche gefunden wird oder meine Kangals einen verletzten Rehbock im Wald bewachen wollen, dann mag man dies für eines der vielen Hundemärchen halten, - ich hätte früher vielleicht nicht anders gedacht.
  • Die Ruhe und Ausgeglichenheit die von einem Kangal ausgeht ist immer wieder faszinierend.
  • Die ehrlichen Augen mit ihrem Sanftmut, aber such mit einer Härte die ihres Gleichens sucht, spiegeln immer den Gemütszustand des Kangal wider.
  • Aus den vielen Gesichtsgestiken und Körpersignalen kann man lesen wie aus einem Buch aber auch der Kangal liest alles (und mehr) aus unseren Augen und unserer Körpersprache.
  • Er ist ein absolut in sich ruhender Hirtenhund, niemals nervös oder aufdringlich. Mit solch einem Tier auf der Bergkuppe sitzen und die wachenden Augen des Kangal an seiner Seite wissend, dies ist schon ein ganz besonderer Augenblick.
  • Der Bewegungsablauf, die Schnelligkeit aber auch die Ausdauer und die Wendigkeit eines Kangal faszinieren mich bis Heute. 

Wer die Freundschaft sucht, kann sie im Kangal finden.