Philosophie der Zuchtstätte

Die Erhaltung der Leistungs- und Wesensmerkmale des Kangal stehen im Mittelpunkt unserer Zucht.

"Panther" 5 Monate
Die körperliche Leistungsfähigkeit des Kangals zeichnet sich nicht durch "Größe & Masse" aus, vielmehr soll er schnell und wendig sein und in seiner Arbeit als Herdenschutzhund taktisch schlau agieren. So sind diese Hirtenhunde zwischen  ca.70 cm und ca. 80 cm groß (Schulterhöhe) und haben ein Gewicht zwischen ca. 40 kg und ca. 60 kg. Die gesamte Körperkonstruktion ist auf Wendigkeit und Schnelligkeit ausgelegt aber auch auf effizient.

In seiner Haltung und Ernährung darf er keine “hohen Ansprüche“ stellen; denn in seinem Heimatland ist die Umwelt rau und die Ernährung äußerst dürftig. Das Beuteverhalten (Jagdinstinkt) darf nicht vorhanden sein und das Leben zwischen tiefen Minustemperaturen und heißen, trockenen Sommermonaten muss er problemlos meistern. Sein ausgesprochen feinfühliges soziales und emotionales Einfühlungsvermögen in den eigenen sozialen Verband  sind wichtige Zuchtkriterien, die sich auch in seinem, "Ruhe ausstrahlendem Wesen" zeigt.

Niemals arbeitet ein Kangal “Kopflos“. Immer reagiert er den Umständen entsprechend und er ist auch kein “Provokant“, aber einer Herausforderung weicht er nicht aus.

Die Auswahl meiner Zuchthunde und die Aufzucht der Hunde verfolgt genau dieses Ziel. So stammen meine Zuchtrüden von Elterntieren ab, die noch richtig an der Herde arbeiten. Dies garantiert einen gesunden genetischen Austausch und vermeidet die Gefahr von Inzucht. Die Zuchthündinnen stammen aus meiner Zuchtlinie.
Um diese, ganz kurz angerissenen Zuchtziele zu gewährleisten, leben meine 6 Kangals ( 3 Rüden / 3 Hündinnen ) frei, also nicht in irgendwelchen Käfigen, was zu einer klaren Rudelbildung führt. Es gibt die Alpha Tiere und es gibt den “Rudelkasper“. Sommer wie Winter leben sie draußen auf einem ca. 3000 qm großen Gelände zwischen Hühnern, Gänsen, Puten, Schafen und natürlich den Menschen. Natürlich dürfen sie auch schon mal mit ins Haus und jeden Morgen steht ein langer Spaziergang im Revier auf dem Programm.
Ihrer Arbeit als Wächter von Haus und Hof, der anderen Haustiere und Menschen können meine Kangals somit bestens nachkommen. (Bei uns lässt sich der Fuchs nicht blicken.)
So kann sich innerhalb des Rudels eine klare, natürliche Rangordnung ausbilden, in der ich die Ranghöchste Stellung habe. Auch während einer Deckung oder bei der Aufzucht der Welpen können sich alle Kangals frei bewegen um bei der Erziehung des Nachwuchses zu helfen. Das Aufwachsen der Welpen geschieht also vom ersten Tage an in der Geborgenheit eines “Rudels“ von Menschen und Tieren.